Italiener, Deutsche und die F1
Geposted von Redaktion D MOTOR, am 26 Januar 2010Und es hat sich wiedermal gezeigt, dass nichts für immer und ewig ist. Sogar komplett verdrehte Welten entstehen von heute auf morgen. Schumachers letzter großer Rivale, der zweifache Weltmeister Fernando Alonso, fährt nun gewissermaßen in Schumis altem Auto. Und Schumi wiederrum fährt beim Erzrivalen seines alten Arbeitgebers. Also alles einmal komplett andersherum.
Und es ist großartig! Endlich gibt es für deutsche Fans keinen inneren Konflikt mehr. Wir brauchen nicht mehr am Rockzipfel der Italiener zu hängen, wenn wir einen Sieg von Schumi bejubeln. Keine krampfhaften Erklärungsversuche mehr, warum man nun einer italienischen Automarke anhängt, die völlig außer Reichweite ist und auch noch zum unnötigsten Autokonzern der Welt gehört - Fiat. Ganz nebenbei ist das laute rumkrakelen der Tifosi, Schumacher sei ein Verräter, völliger Schwachsinn. Denn entgegen der medialen Berichterstattung, hatte Michael Schumacher den Entschluss zurückzutreten nicht ganz freiwillig gefasst. Vielmehr wurde der Deutsche zum Gehen gebeten, um Platz für Kimi Raikkonen zu machen. So viel zur festen und innigen Freundschaft.
Aber auch die Leute, die noch zu alten McMerc-Zeiten den Silberpfeilen von Ron Dennis die Daumen gedrückt haben, werden jetzt drei Kreuze machen. Denn ich fand es schon immer daneben, dass wir uns die Englische Hymne bei einem Mercedes-Sieg anhören mussten. Obwohl das Team faktisch Mercedes gehört hat. Es war schon irgendwie ein Mercedes-Team aber eben auch irgendwie nicht. Auch dass Haug niemals einen Deutschen Fahrer im Silberpfeil unterbringen durfte, machte hier das Fan-sein für manche nicht ganz nachvollziehbar.
Aber das ist jetzt alles vorbei! Pizza und Currywurst werden jetzt wieder auf zwei getrennten Tellern serviert.






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