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Tipps für die Ausrüstung

Geposted von Auwa Thiemann, am 26 Mai 2011

Auwa02_126

Hallo Leute!
Ich habe Euch neulich etwas über das Schleppen auf Meerforellen erzählt, allerdings habe ich keine Anleitung für die Ausrüstung und die entsprechenden Montagen beschrieben.

Das möchte ich heute nachholen. Fangen wir bei den Ruten an. Spinruten mit einem Wurfgewicht von ca. 40 Gramm sind ideal. 2,40 – 2,70 Meter beträgt die ideale Länge der Ruten. Stationärrollen sollten die Größe 2500 4000 haben und mit geflochtener Schnur bespult werden. 0,10 – 0,12 mm Stärke reichen völlig aus.

Ich schleppe vorzugsweise mit Wobblern. Meine Wobbler sind etwa 10 cm lang und eher schlank. Rot-Schwarz, blau-silber, grün-silber oder silber-pink sind meine bevorzugten Farben. Die tauchtiefe meiner Wobbler liegt zwischen 1 und 2,5 Meter. Die optimale Schleppgeschwindigkeit beträgt ca. 3 km/h. Wenn ich alleine unterwegs bin schleppe ich mit 3 max. 4 Ruten. Je weiter die einzelnen Köder voneinander entfernt durch Wasser laufen desto bester kann ich mit dem Boot manövrieren.

Planerboards werden häufig eingesetzt um dieses Ziel zu erreichen. Ich bevorzuge leichte Outrigger von 5 Metern Länge, da diese beim Biss die Schnur freigeben und der Drill ohne die lästigen Planerboards wesentlich schöner ist. Die Distanz von der Rute bis zum Wobbler sollte zwischen 20 und 30 Metern betragen. Wenn man dann noch Wobbler benutzt die in unterschiedlichen Tiefen laufen besteht auch bei recht engen Kurvenfahrten keine Gefahr, dass die sich kreuzenden Schnüre zu einem Gesamtkunstwerk werden gegen das der „Gordische Knoten“ ein Kinderspielzeug ist. Ein weiterer ganz wichtiger Punkt ist die Einstellung der Rollenbremse. 500 – 800 Gramm Bremswiderstand sind völlig ausreichend. Gerade wenn geflochtene Schnur verwendet wird, die ja bekanntermaßen keine Dehnung hat, ist eine weiche Bremse extrem wichtig. Wenn dann ein Biss erfolgt bitte nicht sofort aufstoppen sondern noch ca. 30 – 50 Meter unter Motor weiterlaufen.

Dann ist der gehakte Fisch außerhalb der Reichweite der restlichen Leinen und kann nach dem diese eingeholt worden sind frei ausgedrillt werden. Bin ich zu zweit im Boot drillt einer von uns den Fisch und der zweite Mann holt die restlichen Ruten ein. Nehmt bitte nur schwimmende Wobbler. Bei sinkenden Wobblern sind Grundhänger vorprogrammiert.

Drillt mit weicher Hand und denkt daran, dass Meerforellen starke Kämpfer sind, die oft im Endkampf kurz vor dem Boot noch einmal regelrecht explodieren. Wer dann nicht weich genug drillt oder die Bremse zu fest eingestellt hat, wird mehr Fische verlieren als landen. Mit dieser Methode lassen sich übrigens auch super auf Seen große Hechte verhaften. Probiert es einfach mal aus Ihr werdet überrascht sein wie gut die Methode funktioniert.

Viel Spaß
AUWA





Die Saison beginnt

Geposted von Auwa Thiemann, am 19 April 2011

Auwa_126 Hallo Leute!

Der Winter kam mal wieder viel zu früh und dauerte viel zu lange. Ob diese Behauptung meinerseits der Realität entspricht weiß ich nicht, aber ich habe es genauso empfunden. Die Folge dieser langen Pause ist Ungeduld und eine innere Unruhe die sich von Woche zu Woche steigert. Klar kann man auch im Winter ans Wasser gehen und angeln, aber wenn ich ganz ehrlich bin, ist das nicht unbedingt meine Welt.

Kalte Finger, eisige Temperaturen, vereiste Rutenringe und Schnüre gepaart mit einigen wenigen hellen Stunden, sorgen bei mir dann doch eher für sparsame Auftritte am Wasser. Jetzt im Frühjahr, wenn die ersten warmen Strahlen der Sonne zu spüren sind ändert sich das schlagartig. Die Tage dauern länger und die Temperaturen steigen langsam aber stetig. Das zeitige Frühjahr ist für mich die Zeit der Meerforelle.

Wenn sich das ufernahe Wasser erwärmt und neues Leben im Flachwasser wuselt, dann hält mich nichts mehr zu Hause – dann muss ich los! Früher bin ich mit Wathose und Fliegenrute auf und ab gewandert immer auf der Suche nach dem Silber der Ostsee. Das war wunderschön aber auch ganz schön anstrengend. Nicht umsonst nennt man die blanken Silberlinge bei uns im Norden den „Fisch der tausend Würfe“. Heutzutage wähle ich eine etwas bequemere Variante, um die begehrten Meerforellen an den Haken zu bekommen. Ich schleppe vom Boot aus mit Wobblern.

Die Förden bei uns im Norden sind für diese Angelei besonders geeignet und bieten auch kleinen Booten von ca. vier Metern Länge gute Möglichkeiten.  Es müssen keine 8 oder 10 Ruten sein mit denen geschleppt wird. 2 oder 3 Ruten reichen völlig aus. Viel wichtiger ist wo geschleppt wird. 4 Meter Wassertiefe und ein Untergrund mit Steinen und Tangfeldern, der so genannte Leopardengrund sind bestens geeignet. Wenn dann noch die Sonne scheint, sollte es auch klappen mit dem Silber der Ostsee. Probiert es doch einfach mal aus. Wie man das ganze genau anstellt und mit welchem Gerät wie geangelt bzw. geschleppt wird schreibe ich Euch in ein paar Tagen. Bis dahin könnt Ihr ja schon mal das Boot aufklaren und den Motor testen.

Petri Heil

AUWA





Sbirolino-Trick

Geposted von Auwa Thiemann, am 14 September 2010
Auwa08_126 Hallo Leute!

Jetzt im Sommer sehe ich oft große Karpfen an der Oberfläche aber meist sehr weit draußen, quasi in der Mitte des Sees. Und nun? Wie fange ich die Monster am besten? Mit Schwimmbrot natürlich. Das Problem ist nur wie bekomme ich diese leichten Köder in die Mitte des Sees – ohne die Fische zu verscheuchen? Ich fische in solchen Fällen eine Sbirolinomontage mit 3 – 4 Meter Vorfach. Zunächst mit Brötchenstücken anfüttern – mit dem Wind oder der Strömung Richtung Fische treiben lassen.

Wenn dann die Karpfen anfangen das Futter anzunehmen werfe ich mit einem entsprechenden Sbirolino (25-30 Gramm schwimmend) meinen Köder mitten zwischen das Anfutter. Rollenbügel aufmachen, Rute ablegen und warten bis die Schnur läuft. Versucht nicht euer Stück Brötchen auf dem Haken im Auge zu behalten. Das ist viel zu anstrengend und über kurz oder lang werdet ihr sowieso nicht mehr erkennen wo der Köder ist. Da aber der Sbirolino frei auf der Hauptschnur läuft spürt der Karpfen keinen Widerstand beim Biss und wird euren Köder problemlos annehmen. Probiert es aus!


Petri Heil EUER AUWA



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