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Harald Brünkmann

19. Februar 10

Anglerlegenden

Bruenkmann_2_126 Hallo zusammen.

Wer kennt sie nicht, die Anglerlegenden, die durch die Presse geistern. Izaak Walton im 17. Jahrhundert mit seinem Buch „The complete Angler“ war einer von ihnen. Dr. Heintz, mit seinem legendären Blinker, der auch heute noch in keinem Angelkoffer fehlen darf und der immer noch seinen Fisch bringt. Aktuelle Angelprofis wie Mick Brown, Bob Nudd, Matt Hayes oder mein persönlicher Favorit aus Deutschland „Matze Koch“. Aber wer kennt von Euch John Wilson? Niemand? Schade.

Der gute Mann wurde 1943 geboren und hat im Jahre 2004 eine große Ehre erfahren. Er wurde in England zum „Besten Angler aller Zeiten“ gewählt. Unzählige Angelfilme gehen auf sein Konto. John begleitet mich schon eine ganze Weile. Vor Jahren durfte ich schon eine TV-Serie von ihm übersetzen und bearbeiten. Und eines kann ich sagen: Der hat es echt drauf. Egal ob Döbel, Barbe, Karpfen, Hecht – er hat alles versucht, geht neue Wege und ist in typisch englischer Manier immer dabei, was Neues auszuprobieren.

Für mich einer der ganz Großen unserer Zunft. Zu sehen übrigens ab Frühjahr 2010 auf DMAX ;-)

In diesem Sinne ein dickes Petri!

Euer Harry

21. Dezember 09

Winterfische

Bruenkmann_126 Hallo zusammen!
 
Für viele von uns Petrijüngern ist die Saison nun schon zu Ende. Die Ruten werden eingemottet, die Rollen geputzt und nachgeölt. Das chaotische Durcheinander in der Angeltasche wird beseitigt (was sich da nur alles findet) – und dann wird das gesamte Gerät im Keller verstaut. Dort ruht es, bis die ersten warmen Sonnenstrahlen uns wieder ans Wasser locken. In der Zwischenzeit wälzen wir Angelkataloge und Fachzeitschriften oder sehen uns Angelfilme an. Und wir träumen von den großen Fängen in der nächsten Saison. Aber muss das sein? Nein!

Auch wenn viele kleinere Gewässer schon zugefroren sind - wer will, findet immer eine Möglichkeit unserer Passion nachzugehen.

An den meisten großen Flüssen bekommt man auch jetzt noch günstig Tageskarten. Auch viele Forellenseen haben noch offen und bieten in bitteren Wintern sogar das Eisangeln an. Doch was fängt man bei dieser Eiseskälte?
Besonders dankbar sind im Winter Döbel. Mit kleinen Stückchen Frühstücksfleisch oder Mistwürmern hat man fast immer Erfolg.

Ebenfalls fangbar – Rotaugen. Allerdings sind jetzt kleinste Köder angesagt und man sollte keinesfalls zu viel anfüttern. Wer jedoch einen Schwarm gefunden hat, kann wahre Sternstunden erleben. Meine dicksten Rotaugen sind allesamt Winterfische.

Ein echtes Erlebnis (wo noch erlaubt) ist das Angeln auf Rutten/Quappen. Tauwurmstückchen, kleine Köderfische oder Fetzen sind die gängigsten Köder an der einfachen Grundmontage. Und wer einmal so einen wundervoll gezeichneten Süßwasserdorsch gefangen hat, kommt von dieser winterlichen Angelei nicht mehr los. Zudem Rutten ausgezeichnet schmecken. Es gibt bei euch keine Rutten? Glaub ich nicht. Irgendein Flüsschen, Bach oder See hat bestimmt einen Ruttenbestand. Hört euch mal um – ein Ansitz bis spät abends kann sich oft dort lohnen, wo man es nie vermuten würde.

Ich weiß, dass es hinter dem heimischen Ofen sicher gemütlicher ist. Aber überwindet Euren inneren Schweinehund, packt Euer Gerät und raus ans Wasser. Die Fische warten auf Euch!

In diesem Sinne

Ein dickes Petri

Euer Harry

25. November 09

Gewässer mit Überraschungen

Bruenkmann_2_126 Hallo zusammen,

heute wollte ich Euch mal ermutigen, die Überraschungen in Euren Gewässern zu suchen. Die gibt es nicht? Oh doch, da bin ich mir sicher. Außer diese Weiher werden regelmäßig vollständig abgelassen, oder das Bächlein wird ständig elektrisch abgefischt.

Ansonsten gibt es fast überall das Potential auf Großfische, oder auf überraschende Fänge. Ein paar Beispiele dazu. Sprechen wir von dem typischen Karpfenweiher. Rüssler bis 10 Pfund, Schleien und der ein oder andere Zander sind die typische Jahresausbeute. Was kann es da noch geben? Ich behaupte mal: Graskarpfen in kapitalen Größen und evtl. sogar Waller. Nicht viele, aber sie werden da sein. Graskarpfen hat man schon vor 30 Jahren mal besetzt und vielleicht sogar die Uriane. Nur hört man nichts von Fängen. Aber mal ganz ehrlich: Wagt denn jemand mal einen gezielten Versuch auf diese Fischarten?

Na bitte. Also ausprobieren. Mal ein oder zwei Abende ein Tauwurmbündel auslegen, oder es mal mit grünen Erdbeeren versuchen. Das diese Fischarten nicht gefangen werden, hat nichts zu bedeuten. Man wird euch sicher belächeln – aber wenn es doch klappt, dann...

Weitere Beispiele: Viele ehemalige Baggerseen mit klarem Wasser haben einen guten Bestand von kapitalen Brassen. Nur sind diese alten Burschen ziemlich misstrauisch und werden extrem selten gefangen – wenn dann natürlich als Beifang, denn wer versucht es schon gezielt auf diese 8 oder 10-Pfünder? Natürlich wimmelt es in diesen Baggerseen auch vor kleinen Barschen. Große? Fehlanzeige, der Bestand ist ja verbuttet. Aber diese 30cm+ Fische sind da. Glaubt es mir.

Erst vor kurzem wurde aus einem gerade mal 3 Meter breiten Bächlein ein Hecht gemeldet – knapp 1 Meter lang und 15 Pfund. Wer hätte das vermutet? Gefangen auf Wobbler und mit Stahlvorfach in einem Bächlein, das eher nach Forellengewässer aussieht – der Mann wusste, was er tat.

Also, geht auch Ihr andere Wege und probiert mal etwas ganz verrücktes aus. Überraschungen sind immer drin – und wer zuletzt lacht, lacht am Besten.

In diesem Sinne ein dickes Petri

Harry

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