Hi Folks! Etwas verspätet melde ich mich hier nun auch wieder zum Stichwort. Wieso die Verspätung? Ganz einfach: In den letzten Wochen war einfach unheimlich viel los! Neben Interviews und Shootings kam ich in den Genuss zweier ganz besonderer Szene-Events, der
London Tattoo Convention und dem
BMXnet Seminar. Mit letzterem werde ich mich in einem meiner nächsten Beiträge befassen, jetzt ist erst mal London dran:
London ist einfach nur der Wahnsinn, die absolute Reizüberflutung! Überall Leute, überall abgefahrene Stylings und natürlich auch überall Tattoos und Piercings!

Schon in der Tube vom Flughafen in die City entdeckte ich mehr Tätowierungen als einem an schlechten Tagen hier in Mannheim in der gesamten Innenstadt begegnen. In London scheint es einfach keine Tabus zu geben, oder die Leute kümmern sich einfach nicht darum. Business Frauen in Domina High-Heels, Zivis mit bis auf die Finger zutätowierten Armen, Personal der Stadt-Reinigung mit Irokesen-Schnitt und 20 Piercings im Gesicht – in London sind das ganz gewöhnlich Alltags-Eindrücke … Dementsprechend fasziniert wandelte ich durch die Straßen, als ich am Donnerstag den 24. September 2009 einen Tag vor Beginn der London Tattoo Convention in der Stadt ankam. Touri-like besichtigte ich erst mal den Borough Market, einen Markt für kulinarische Spezialitäten aus Britannien, bevor ich mich mit unserer Layouterin Nadja und ihrem Ehemann in spe, dem Sideview Inn Fotograf
Matze, zum Shoppen in Soho traf.

Am Abend waren wir zum Essen in das Apartment eingeladen, welches der Tätowierer
Jess Yen (
My Tattoo, Alhambra, USA) für sich und seine Crew über die Convention-Tage angemietet hatte. Hier wurde bereits fleißig tätowiert. Jess, der sich fest vorgenommen hatte dieses Jahr einen der begehrten Convention-Pokale mit Heim in die USA zu nehmen, hatte gerade begonnen seinem Lehrling Milton einen riesigen realistischen Jesus auf den Oberschenkel zu stechen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass von weit her angereiste Artists vor und nach der Convention im Hotelzimmer tätowieren, das aber, was Jess und Milton in dieser Nacht leisteten, ist auf jeden Fall rekordverdächtig: In einer einzigen 14 Stunden Session rockten die beiden, unterstützt vom zweiten My Tattoo Lehrling Kohei, der assistierte und mit einer Lampe neben Jess kniete, damit dieser stets vernünftiges Licht zum arbeiten hatte, das Tattoo-Projekt in nur einer Nacht durch – Respekt! Doch diese Wahnsinnstat war bei weitem nicht das einzig Großartige, das in diesen Tagen vollbracht wurde … hey, hier geht's schließlich um London!
Fortsetzung folgt...
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